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Pressemitteilung: Fukushima mahnt zur Energiewende

9. März 2012

+++   PRESSEMITTEILUNG   +++

Fukushima mahnt zur Energiewende

Die Katastrophe von Fukushima zeigt, dass selbst solch dramatische Ereignisse das Umdenken der Politik weltweit kaum befördert haben. Zwar wurde in Deutschland auf Druck der Bevölkerungsmehrheit ein verbindlicher Ausstieg beschlossen, weltweit ist die Atomkraft jedoch unbeirrt auf dem Vormarsch.

In Deutschland geht das letzte Atomkraftwerk frühestens 2022 vom Netz. Bis dahin bleibt jedes am Netz befindliche Atomkraftwerk eine tödliche Gefahr für die Menschen und die Natur. Wirklich sicher sind nur abgeschaltete Atomkraftwerke. Während Angela Merkel sich als Klimakanzlerin zu profilieren versucht, verschleppt die Bundesregierung dringend notwendige Maßnahmen, um die Energiewende voranzutreiben und sorgt mit ihrer Unterstützung des weltweiten Ausbaus der Atomenergie für eine Renaissance der Atomkraft und für noch mehr strahlenden Müll. So sollte beispielsweise der Bau der Atomanlage Angra 3 in einem Erdbebengebiet in Brasilien von der Regierung mit einer 1,3 Milliarden-Euro-Bürgschaft unterstützt werden.

Darüber hinaus ist auch fast 60 Jahre nach dem Bau des ersten zivilen Atomkraftwerkes die Endlagerung des hochradioaktiven Mülls weltweit noch immer nicht geklärt. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft haben dieses Problem stets auf Kosten der nachfolgenden Generationen verschoben. Wir begrüßen deshalb die vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann angestoßene Initiative einer ergebnisoffenen Endlagersuche.

Die internationale Solidarität mit den Atomkraft-Gegnerinnen und -Gegnern weltweit sowie die Problematik der Endlagerung treiben uns auch an diesem Sonntag rund um das AKW in Neckarwestheim wieder auf die Straße. Unser Protest kommt erst zum Erliegen, wenn das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist, die Endlagerung keine Fragen mehr offen lässt und die Energiewende mit aktiver Bürgerbeteiligung vollzogen wurde.

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Hier gibt es die Pressemitteilung als PDF zum Herunterladen.

Foto: (c) Chris Grodotzki/Ruben Neugebauer, visual-rebellion.com