BUNDjugend Baden-Württemberg - … und jetzt noch die Erde retten!

90 Prozent des Wassers kaufen wir in Einweg-Plastikflaschen

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Plastic World Project der BUNDjugend Heidelberg

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch das bringt, neben gesundheitlichen, auch viele ökologische Probleme mit sich. Deshalb hat die BUNDjugend Heidelberg das Plastic World Project ins Leben gerufen.

Plastic World Project

Infostand zum Pastic World Project.

2015 wurde ein Infostand unter dem Titel MEHRWEG(E) FÜRS KLIMA entwickelt. Die Idee dazu entstand, als die Firma Coca Cola Anfang des Jahres eine starke Reduktion ihres Mehrwegsortiments ankündigte – aus Kostengründen. Für uns hieß das: Ein Wachrütteln der Bevölkerung ist mal wieder dringend nötig. Wir wollen den Menschen mit unserem Infostand einen Denkanstoß zu bewussterem Einkaufen geben. Denn der Mehrweganteil sinkt von Jahr zu Jahr in allen Getränkesegmenten, und die Plastikeinwegflasche besetzt immer mehr Supermarktregale. Wir entfernen uns momentan rapide von einem Mehrweganteil von 80 %, dem Ziel der Bundesregierung, obwohl wir ihn noch nicht annäherend erreicht hatten. So kaufen wir z. B. 90 % des stillen Wassers in Einweg-Plastikflaschen.
Neben den Getränken sind aber auch Plastiktüten ein Thema, auf das wir aufmerksam machen wollen. Schließlich benutzt jede*r Deutsche jährlich 71 Stück davon – jede Tüte für nur 25 Minuten im Schnitt.

Hier besteht also definitiv noch Handlungsbedarf! Wir möchten deshalb an unserem Infostand passende Alternativen aufzeigen und mitgeben. So kann z. B. die eigens designte Stofftasche (bio und fairtrade) mit dem Schriftzug „Keine Plastiktüte“ für eine Spende erworben werden. Neben interessanten Fakten lockt auf dem Stand außerdem ein Quiz, bei dem es für die Teilnehmenden ein Eis aus dem Solareismobil des BUND Heidelberg gibt. Genau das richtige bei dem sommerlichen Wetter.

Tipp der BUNDjugend: Auf Flaschen verzichten und Leitungswasser trinken. Mit Sprudelmaschinen kann sogar die gewünschte Menge an Kohlensäure zugesetzt werden. Leitungswasser ist außerdem um ein Vielfaches (in Heidelberg z. B. 65 Mal) günstiger als das billigste Discounterwasser.


Ein Bericht von Lena Kaul, FÖJlerin des BUND und Leitung der BUNDjugend.